E-Bike im Herbst und Winter: Diese 8 Fehler solltest du bei Akku, Pflege und Lagerung vermeiden

Herbst und Winter stellen ein E-Bike vor besondere Herausforderungen: Kälte, Nässe, Schmutz, Streusalz und lange Standzeiten können Akku, Antrieb und andere Komponenten stärker belasten als im Sommer. Wer sein E-Bike auch in der kalten Jahreszeit fährt oder über mehrere Wochen einlagert, sollte deshalb einige wichtige Punkte beachten.

Fafit24 zeigt dir 8 typische Fehler, die du im Herbst und Winter vermeiden solltest!


8 Fehler in Überblick

  1. Den E-Bike-Akku kalt laden
  2. Den Akku im Winter draußen lassen
  3. Mit einem leeren Akku in die Winterpause gehen
  4. Das E-Bike nicht reinigen
  5. Das E-Bike mit einem Hochdruckreiniger abspritzen
  6. Die Kette rosten lassen
  7. Das E-Bike nass in die Garage stellen
  8. Beleuchtung im Winter nicht kontrollieren
Dieses Foto zeigt zwei Radfahrer, die auf elektrischen Mountainbikes eine bergige, nebelverhangene Landschaft entlangfahren.

1. Den E-Bike-Akku kalt laden

Das wichtigste an deinem E-Bike ist dein Akku! Achte daher darauf dass dieser möglichst schonend behandelt wird. In den meisten E-Bikes ist ein Lithium-Ionen-Akku verbaut, diese Ionen mögen weder große Hitze noch starke Kälte.
Wenn du also von einer Tour kommst und die Außentemperatur sehr gering war, sollte der Akku deshalb nicht direkt aus der Kälte an das Ladegerät angeschlossen werden. Ist der Akku stark ausgekühlt, sollte er zunächst auf Raumtemperatur kommen.

Zudem solltest du beachten das du dein Ladegerät und Akku während des Ladevorgangs vor Feuchtigkeit schützt!


2. Den Akku im Winter draußen lassen

Ein weiterer häufiger Fehler ist, den Akku über längere Zeit in einer kalten Garage, einem Schuppen oder sogar am E-Bike im Freien zu lassen.
Besonders wichtig ist dabei nicht nur die Temperatur, sondern auch Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen.

Tipp
TIPP
Wenn dein E-Bike-Akku herausnehmbar ist, kannst du ihn nach der Fahrt mit ins Haus nehmen. So schützt du ihn vor unnötiger Kälte.

3. Mit einem leeren Akku in die Winterpause gehen

Du möchtest dein E-Bike über mehrere Wochen oder Monate nicht benutzen? Dann solltest du den Akku nicht einfach komplett leer stehen lassen.

Ein vollständig entladener Akku kann durch eine längere Lagerung Schaden nehmen. Gleichzeitig ist es auch nicht sinnvoll, den Akku monatelang dauerhaft am Ladegerät zu lassen.

Richtig ist:

Vor der längeren Einlagerung den Akku auf den vom Hersteller empfohlenen Ladezustand bringen und anschließend trocken und bei geeigneten Temperaturen lagern.

Kontrolliere bei einer längeren Winterpause außerdem gelegentlich den Ladezustand!


4. Das E-Bike nicht reinigen

Nach einer matschigen Herbst- oder Wintertour sieht das E-Bike oft entsprechend aus. Was zunächst nur nach etwas Schmutz aussieht, kann auf Dauer jedoch zu unnötigem Verschleiß führen.

Besonders kritisch sind:

  • Kette und Antrieb
  • Schrauben und Verbindungselemente
  • Lagerbereiche
  • Bremsscheiben
  • Schaltwerk und Kassette
  • Rahmenbereiche, in denen sich Schmutz sammelt

Die Funktionen dieser Bauteile werden dadurch beeinträchtigt!
Gleichzeitig kann die Kombination aus Feuchtigkeit und Streusalz die Entstehung von Korrosion begünstigen.


Außerdem gilt: Wer direkt nach der Tour ein paar Minuten investiert, hat später deutlich weniger Arbeit!
Solange der Schmutz noch feucht ist, lässt er sich wesentlich einfacher entfernen. Ist er erst einmal eingetrocknet, wird die Reinigung deutlich aufwendiger!


5. Das E-Bike mit einem Hochdruckreiniger abspritzen

Schmutz entfernen – ja. Hochdruckreiniger einsetzen – besser nicht!

Ein harter Wasserstrahl kann Wasser und Schmutz in Bereiche drücken, in denen sie nichts zu suchen haben. Dazu gehören beispielsweise Lager, Dichtungen und andere empfindliche Komponenten.
Gerade bei einem E-Bike kommen außerdem elektrische Bauteile hinzu, bei denen unnötiger Wasserdruck vermieden werden sollte.

Besser ist eine schonende Reinigung:

1

Groben Schmutz entfernen

Entferne zunächst groben Matsch und Schmutz mit einem Gartenschlauch oder einem Niederdruckreiniger. Besonders frischer Matsch lässt sich schnell und einfach entfernen.

E-Bike mit Niedrigdruckreiniger reinigen
2

Reinigungsmittel auftragen

Sprühe anschließend ein geeignetes Reinigungsmittel auf die verschmutzten Bereiche und beachte dabei die Anwendungshinweise des Herstellers.

Fahrrad Reinigungsmittel auftragen
3

Mit Bürste oder Schwamm reinigen

Reinige Rahmen und Komponenten vorsichtig mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm. So lassen sich auch hartnäckige Verschmutzungen lösen.

4

Fahrrad gründlich trocknen

Trockne dein E-Bike nach der Reinigung gründlich. Achte besonders auf Stellen, an denen sich Wasser sammeln kann.

E-Bike nach der Reinigung trocknen
5

Kette und Komponenten pflegen

Zuletzt solltest du die Kette reinigen und danach entsprechend pflegen. Verwende dafür geeignete Pflegeprodukte.


6. Die Kette im Winter rosten lassen

Wird die Kette nach einer nassen oder schmutzigen Tour nicht gereinigt und gepflegt, kann sich schnell Rost bilden. Gerade bei einem E-Bike ist eine gut gepflegte Kette wichtig, weil der Motor zusätzliche Antriebskraft auf das System bringt.

Nach der Reinigung sollte die Kette deshalb entsprechend den Hersteller- bzw. Schmiermittelvorgaben gepflegt werden.

Wichtig:

Nicht einfach möglichst viel Öl auftragen. Überschüssiges Schmiermittel kann Schmutz binden und dadurch den Antrieb stärker verschmutzen.

Wie du deine Fahrradkette richtig reinigst, trocknest und pflegst, zeigen wir dir ausführlich in unserem Artikel:


7. Das E-Bike nass in die Garage stellen

Radfahrer in dunkler Kleidung und mit reflektierendem Gepäck, der durch dichten Nebel fährt.

Nach einer Fahrt im Regen oder Schnee ist man selbst oft durchgefroren und möchte einfach nur noch ins Warme. Da landet das E-Bike schnell nass und voller Schmutz in der Garage.


So bitte nicht!

In schlecht belüfteten Räumen kann Feuchtigkeit nur langsam verschwinden. Das begünstigt Korrosion und kann langfristig verschiedene Komponenten belasten.
Nimm dir deshalb nach der Tour noch ein paar Minuten Zeit, um das E-Bike abzutrocknen. Ein warmer Raum eignet sich alternativ ebenfalls zum Trocknen – direkt neben die Heizung sollte das E-Bike aber nicht. Besser ist ein trockener, gut belüfteter Platz bei normaler Raumtemperatur. So kann das E-Bike in Ruhe trocknen, ohne dass einzelne Komponenten durch starke Wärme belastet werden.


8. Beleuchtung im Winter nicht kontrollieren

Im Winter geht es nicht nur um Akku und Pflege. Auch die sicherheitsrelevanten Komponenten verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Funktionieren Front- und Rücklicht? Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine funktionierende Beleuchtung besonders wichtig.

Verkehrssicher im Straßenverkehr: Sicher unterwegs mit dem Fahrrad!
Auf dem Bild ist eine Frau auf einem E-Bike zu erkennen die mit einem eingeschalteten Fahrradlicht in der Stadt fährt

Du bist dir bei deiner Beleuchtung und Ausstattung noch unsicher? Dann lies gerne unseren Artikel


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