Wer zum ersten Mal von Klickpedalen hört, denkt oft an komplizierte Technik, unsichere Stopps oder an Profisportler.
Dabei sind Klickpedale längst nicht nur etwas für Profis. Richtig gewählt und richtig eingestellt, können sie Dir auf dem Rennrad, Mountainbike, Gravel Bike oder sogar im Alltag mehr Kontrolle, eine bessere Kraftübertragung und ein sichereres Fahrgefühl geben.
In diesem Artikel, von Fafit24 erfährst Du!
Wie Klickpedale funktionieren, welche Systeme es gibt, welche Vor- und Nachteile Du kennen solltest und für wen sich der Umstieg wirklich lohnt.
So kannst Du am Ende besser einschätzen, ob Klickpedale zu dir und deinen Fahrstil passen und worauf Du beim Kauf achten solltest.
Klickpedale – Die Fahrradpedale in der Übersicht
- Was sind Klickpedale? – Die Funktion der Fahrradpedale
- Welche Klickpedal-Systeme gibt es?
2.1. Rennrad Klickpedal-Systeme
2.2. MTB / Allround Klickpedal-Systeme
2.3. Alternative Klickpedal-Systeme - Vorteile & Nachteile von Klickpedale
- Für wen sind Klickpedale geeignet?
- Tipps für den Umstieg auf Klickpedale

1: Was sind Klickpedale? Die Funktion von System-Fahrradpedale erklärt?
Klickpedale sind Pedale für dein Fahrrad bzw. dein E-Bike, bei denen Du mit speziellen Fahrradschuhen in eine Art „Bindung“ am Pedal einrastest.
Du bist anschließend mit deinem Fahrrad verbunden und kannst mehr Kraft bzw. mehr Kontrolle ausüben.
An der Schuhsohle der Fahrradschuhe, wird dafür eine Schuhplatte, auch Cleat genannt, montiert.
Sobald Du den Fuß auf das Pedal setzt und Druck ausübst, rastet der Mechanismus ein. Zum Ausklicken drehst Du die Ferse meist leicht nach außen.
Das Prinzip erinnert ein wenig an Skibindungen: Du bist nicht starr fest verbunden, sondern kontrolliert eingerastet. Genau das sorgt dafür, dass Dein Fuß auf dem Pedal stabil bleibt und nicht so leicht verrutscht.
Das brauchst Du alles für ein Klickpedal-System am Fahrrad?
Um an deinem Fahrrad bzw. E-Bike Klickpedale fahren zu können brauchst du, die richtigen Pedale für deinen Einsatzzweck und dazu passende Fahrradschuhe mit Schuhplatten (Cleats).
Wichtig dabei ist, alle 3 Komponenten müssen miteinander kompatibel sein!
z.B. Klickpedale mit SPD Klicksystem + Fahrradschuhe die SPD kompatibel sind + SPD Schuhplatten Cleats
Bei Fafit24 findest du alles was du für ein gutes Klickpedal-System benötigst!
2: Welche Klickpedal-Systeme gibt es?
Nicht jedes Klickpedal ist gleich. Je nach Fahrradtyp und Einsatz gibt es unterschiedliche Systeme.
Grundsätzlich unterscheiden sich die Klickpedale in:
- Klickpedale für Rennräder
- Klickpedale für Mountainbikes / Gravel Bikes / usw.
2.1. Rennrad Klickpedal-Systeme:
Rennrad-Klickpedale setzen meist auf größere Cleats und eine breitere Auflagefläche. Das kann für ein direktes Fahrgefühl und eine sehr gute Kraftübertragung sorgen. Dafür läuft es sich in solchen Schuhen häufig weniger bequem.
Also kurz gesagt – Fokus auf Schnelligkeit, Gewicht und Kraftübertragung.

Die gängigsten Rennrad Klickpedale sind mit einem sogenannten „3-Loch-System“. Das bedeutet das die Cleats an 3 Punkten mit dem Fahrradschuh verschraubt werden – der Vorteil ist mehr Kraftübertragung!
Folgende Rennrad Klickpedal-Systeme gibt es (nur gängige Systeme / verschiedene Hersteller verwenden teils auch die selben Systeme):
| Shimano SPD SL | 3-Loch-Rennradstandard von Shimano mit großer Auflagefläche für direkte Kraftübertragung. Eines der meist genutzten Systeme. |
| Look Kéo | Sehr verbreitetes 3-Loch-Rennradsystem. Look nennt Kéo ausdrücklich als eigenen Standard. |
| Look Delta | Älteres Look-Rennrad-/Indoor-System. Noch relevant, vor allem bei manchen Spinning-/Indoorbikes, aber nicht kompatibel mit Kéo. |
| Wahoo Speedplay | Eigenes Rennradsystem mit beidseitigem Einstieg; der Mechanismus sitzt weitgehend am Cleat. Ursprünglich Speedplay, heute Wahoo Speedplay. |
| Time ICLIC / XPRO / XPRESSO | Eigenständiges Rennrad-Klicksystem von Time. Time nutzt dafür seine eigene ICLIC-Plattform. |
2.2 MTB / Allround Klickpedal-Systeme:
Mountainbike Klickpedale sind vor allem durch ihre vielseitige Nutzbarkeit für verschiedene Einsatzbereiche interessant.
Vom klassischen Downhill-Racer bis hin zum Gravel-Bike-Fahrer.
Im Vergleich zu den Rennrad Klickpedale sind sie angenehmer für Alltag und Fahrten auf unterschiedlichem Untergrund bis hin zum harten Gelände (z.B. eine Downhill Abfahrt). Da MTB Klickpedale zum einen ähnlicher wie „normale“ Fahrradschuhe sind und mehr Profil haben das dir auch den nötigen Halt auf dem Pedal bietet.

Die gängigsten MTB Klickpedale sind mit einem sogenannten „2-Loch-System“. Das bedeutet das die Cleats an 2 Punkten mit dem Fahrradschuh verschraubt werden.
Folgende MTB / Allround Klickpedal-Systeme gibt es (nur gängige Systeme / verschiedene Hersteller verwenden teils auch die selben Systeme):
| Shimano SPD | Der verbreitetste 2-Loch-Standard für MTB, Gravel, Trekking und viele Indoor-/Alltagsräder. Cleats sitzen meist versenkt in der Sohle. Die oft verbreitetsten Klickpedale! Sind sehr stark im Bereich Allround / Gravel. |
| Crankbrothers | Eigenes 2-Loch-System mit 4-seitigem Einstieg. Sind vor allem im Gravity-Bereich sehr beliebt (also Downhill, Enduro und andere klassische Mountainbike-Bereiche) |
| Time ATAC | Eigenständiges 2-Loch-System von Time, beliebt wegen guter Schmutzfreiheit und viel Bewegungsfreiheit. |
| HT | Eigenständiges Klicksystem, vor allem im MTB/BMX/Gravity-Bereich. Hersteller beschreibt es ausdrücklich als „HT exclusive system“. |
| Hope Union | Eigenes Clip-System von Hope 2-Loch-System und auf den High-End Standard optimiert |
2.3. Alternative Klickpedal-Systeme:
Neben den herkömmlichen Klickpedal-Systeme für Rennrad und Mountainbike (bzw. Gravel & Allround-Bereiche), gibt es auch andere Systeme die ähnlich sind wie Klickpedale oder eine Art Mischform zwischen normalem Flat-Pedal und Klickpedal darstellen.
Folgende Alternativ / Mischformen zu Klickpedal-Systeme gibt es:
- Hybrid-/Kombipedale
Diese Fahrradpedale sind so aufgebaut, das sie auf der einen Seite der Pedale, über ein Klicksystem verfügen und auf der anderen Seite nicht.
So bieten sie die Vorteile von Klickpedale und Flatpedale!
- Magnetpedale
Magnetpedales (Magpad) sind streng genommen kein klassisches mechanisches Klicksystem. Sie werden oft als Alternative zu Klickpedalen gesehen, sind aber kein Standard wie SPD oder Kéo.
Bei diesen Pedalen wirst du per Magnet-System mit deinem Fahrradpedal verbunden. Der Vorteil dabei, du bist nicht „fest“ mit der Pedale verbunden.
3. Vorteile & Nachteile von Klickpedale
Klickpedale oder auch Systempedale genannt bieten einige Vorteile, aber auch Nachteile. Unter diesem Punkt durchleuchten wir diese und erklären Dir was dir vor dem Umstieg auf Klickpedale bewusst sein sollte.
Die Vorteile von Klickpedale:
Klickpedale haben sich nicht ohne Grund in vielen Bereichen des Radsports etabliert. Sie bringen mehrere praktische Vorteile mit.
Sie sind fester Bestandteil eines jeden begeisterten Rennradfahrers und aus dem Rennsport des Mountainbike-Bereichs nicht mehr weg zu denken!
Die Nachteile von Klickpedale:
So praktisch Klickpedale sein können: Sie sind nicht automatisch für jeden die beste Wahl. Es gibt auch Punkte, die Du kennen solltest.
Vor allem der Einsatzbereich und dein Fahrkönnen sind entscheidend dafür ob Klickpedale die Richtige Wahl für dich sind!
4. Für wen sind Klickpedale geeignet?
Klickpedale lohnen sich vor allem dann, wenn Du regelmäßig fährst und mehr Kontrolle oder Effizienz möchtest. Besonders sinnvoll sind sie für:
Sportliche Rennradfahrer
Wenn Du längere Strecken fährst, gezielt trainierst oder einfach ein direkteres Fahrgefühl suchst, gehören Klickpedale fast schon zur Standardausstattung.
Gravel- und Tourenfahrer
Wer viele Kilometer zurücklegt und dabei auch mal unterschiedlichsten Untergrund fährt, profitiert oft von einem stabilen Stand und einem gleichmäßigen Tritt.
Mountainbiker
Im Gelände schätzen viele Fahrer die feste Verbindung zum Pedal, vor allem auf anspruchsvollen Trails oder bei ruppigen Passagen. Hier kommt es aber stark auf persönliche Vorlieben und Fahrtechnik an – Flatpedale bleiben im MTB-Bereich ebenfalls eine sehr gute Option.
Ambitionierte Alltagsfahrer
Auch im Pendelalltag oder auf längeren Freizeitfahrten können Klickpedale sinnvoll sein, wenn Du regelmäßig fährst und bereit bist, Dich an das System zu gewöhnen.
Weniger geeignet sind Klickpedale oft dann, wenn Du nur sehr kurze Strecken fährst, häufig spontan auf- und absteigen musst oder möglichst unkompliziert mit normalen Schuhen unterwegs sein möchtest.
5. Tipps für den Umstieg auf Klickpedale
Um sicher mit auf Klickpedale umzusteigen kannst du einige Dinge beachten, die den Umstieg einfacher und sicherer machen.
Der beste Einstieg ist nicht die erste große Tour, sondern ein ruhiger Test in sicherer Umgebung.
Erst im Stand üben
Lehne Dich mit dem Rad an eine Wand oder bitte jemanden, das Rad zu halten. So kannst Du das Ein- und Ausklicken mehrfach üben, ohne direkt loszufahren.
Mit niedriger Spannung starten
Wenn Dein Pedal einstellbar ist, beginne mit geringer Auslösehärte. Das macht die ersten Fahrten entspannter.
Das Ausklicken bewusst trainieren
Viele Anfänger konzentrieren sich auf das Einklicken. Mindestens genauso wichtig ist das Ausklicken – vor allem vor dem Anhalten.
Kurze Fahrten statt langer Touren
Starte mit kurzen, übersichtlichen Strecken. So gewöhnst Du Dich Schritt für Schritt an das neue Fahrgefühl.
Geduld haben
Fast jeder, der auf Klickpedale umsteigt, braucht etwas Zeit. Das ist völlig normal. Nach ein paar Fahrten wird die Bewegung meist deutlich natürlicher.
Bei Fafit24 findest du alles um dein Fahrrad / E-Bike mit Klickpedale und dem dazu passenden System auszustatten!


